Chez Amis Café

In einem versteckten Lesecafé

an einer Ecke im Straßenlabyrinth der Altstadt

in dem alten Eckhaus

das drei Generationen überlebte

tranken wir einen heißen Kaffee

der unser Blut erhitzte,

aßen wir ein Stück von der fabelhaften Birnen-Tarte,

redeten über Gott und die Welt

über Bücher und Musik,

viel zu leise, viel zu flüsternd,

um meinen Herzschlag zu übertönen.

Auf einer Papierserviette

mit Blumenmuster

notierte ich ein paar Worte

aus den Momenten

als unsere Blicke sich zum Rendezvous trafen,

aus unserem Lachen über Nichtigkeiten,

damit ich besonders zärtlich bin mit mir

wenn ich dich denke.