Gänseblümchen

Als ich am Rand des Waldes ankam

und alle Bäume hinter meinem Rücken blieben

setzte ich mich in den Saum einer Wiese,

in dem Gänseblümchen eingenäht waren.

Eines rupfte ich heraus,

zupfte Blatt für Blatt aus der Blüte und dachte

“Ich liebe ihn, ich liebe ihn nicht, ich liebe ihn.”

Aber als ich sah

dass Gänseblümchen sich dem Lauf der Sonne zuwenden,

fühlte ich augenblicklich,

ich sollte der Logik meines Herzens folgen,

wie das Auge des Tages der Sonne folgt,

dich jeden Tag neu zu lieben.

So wie das Gänseblümchen

mit dem Aufgang der Sonne seine Blüte öffnet

und sie mit dem Abendrot schließt,

sollte ich sicher sein,

dich zu lieben.

©Émilia

Herzstürme

Von einer elementaren Macht entfesselt

riecht die Luft nach Wildheit und Feuersturm.

Und im Grau des Himmels

grollt der Donner mit einer immensen Leidenschaft

so dass die dunkelgrauen regenschweren Wolken angstvoll zittern.

Blitze zerreißen die Wolken,

der Himmel brennt lichterloh.

Eine Regentränenfluten, die sich in Hagel verwandeln

fielen auf die Erde wie Wasserbälle

Mit Elektrizität geladene Luft.

Entfesselte Wildheit der Regenwolken im Herzhimmel

Ich kann nicht anders als es zu lieben

– dein mistralisches stürmisches Herz.

©Émilia