Fragile Träume

Alles Leben schmolz wie Schnee,

alle Träume fielen wie ein Wasserfall

in einen reißenden Fluss.

Von all der Liebe blieben

ein blauer Himmel und ein blasser Stern.

Der Wind singt leise seine Elegie zwischen den Bäumen.

Die Blumen wiegen sich im Trauertanz

Die Leere verliert sich in der Stille.

Das Wasser ist still damit sich der Himmel darin spiegeln kann.

Die Tanne steht mit den Ästen in den Wolken

und denkt an die weiße Wolke, die sie in einem Traum geküsst hatte.

Das Leben atmet Frühmorgennebel aus.

Ich wünschte ich könnte das Universum in der Hand halten

wie ein silberfarbenes Medaillon

und denken, dass das Leben nur ein unbedeutender winziger Punkt sei.

Doch ich fühle es als ein riesiger Ball

voll mit endloser Liebe

der sich  meiner Erinnerungen  zuwirft und sagt:

„Lebe mich!“

Eine Erinnerung lang und für einen Traum

bin ich Liebende.

Dann öffne ich die Augen und sehe eine Wolke vorbeiziehen.

©Émilia