Farben

Und nun am Ende aller Worte

die ich heute für dich schrieb,

bluten die Farben

in meinem geschwollenen Herzen,

dunkler als die Nacht.

Nicht nur die karmesinroten Liebesfarben

mit vielen Schattierungen

bluten aus.

Auch die Worte in den Gedanken werden kleiner

und kleiner bis zu Punkten.

Bis zum Kern

schäle ich mich in der Ruhe vor dem Sturm.

Ich habe heute viel Zeit in meinem Herzen verbracht

stelle ich fest.

Ich schrieb dir,

du bist das Rot in meiner Herztinte,

und die Liebe die mich wachsen lässt.

Würde ich an eine Unendlichkeit glauben

wärst du meine unendliche Liebe.

Dann erinnerte ich mich,

die Unendlichkeit der Liebe

liegt nicht nur in meiner Hand,

und die Farben begannen zu bluten.

Die Erinnerung,

wie der Traum,

verwässert die Farben.

Die Erinnerung

ist wie eine der Sonne ausgesetzte Fotografie.

Das Verblassen macht mir Angst

©Émilia