Beinahe

Beinahe

hätte ich dich geliebt,

du hättest mich geliebt

beinahe.

Schmetterlinge

sind unsere einzigen Küsse

durch versteinerte Augenlider

beobachten wir uns still.

fels

 

Beinahe hätte ich die geliebt

du hättest mich geliebt beinahe.

Heute wachsen uns Blumen

in den Haaren.

Anstatt unsere Tränen

gießt uns der Regen.

Nur noch der Wind

führt uns zusammen

und trennt uns zugleich.

Nur die Liebe umarmt uns verzweifelt zugleich

in einem Lied

und jeder Herzschlag ist Note und Klang.

Du bist mir nah und doch weit weg

und ich bin dir weit weg

beinahe hätte ich dich geliebt

du hättest mich geliebt beinahe.

Die Sonne wärmt uns

und ihre Berührung verbrennt uns.

Du bist mir fast ewig

ich bin dir fast ewig,

versteinert im Augenblick

seit dem wir uns ineinander verliebten

Und müde von uns,

von unserer Nähe und Ferne

wird der Wind uns verwehen,

der Frost uns erfrieren,

mit dem Sand verden wir verschmelzen

das Meer uns verwandeln

in eine uferlose Liebe

©Émilia

Das Boot

Ein einsames Boot mitten auf dem stürmischen efemeren Meer.

Die stürmischen Wellen schleuderten es

an den Rand des Himmels

auf eine efemere einsame Insel.

Die schäumenden Wellen richteten sich auf

wie riesige Felsen

wie Schutzmauern um Burgen.

Und es gab keine Auswege

durch das ungemeißelte Gestein

um das unvorbereitete Schicksal zu entwirren,

um das Unversehbare zu verstehen.

mit an den messerscharfen Felsen zerschnittenen Handflächen

mit zerschundenen Knien

und mit tränennassen Augen

stieg er auf den größten Felsen

der Insel am Rande des Himmels

um den Schmerz hinter sich lassen

um im Meer nicht zu ertrinken.

Er hatte Glück.

Doch aus dem Herzen,

kam ein Flüstern, eine Sehnsucht.

Was ist Glück wenn man es nicht teilt,

was ist Liebe, wenn man nicht liebt?

Er nahm seinen Mut,

er nahm sein Herz

und sein Glück

und warf sich ins Meer

gab sich den stürmischen schäumenden Wellen hin.

Da ebneten sich die Wellen

und trugen sein Boot

sein Glück, seine Liebe.

Sie betteten sein Boot in einem Herzstrand

mit wunderschönem feinen Sand

wie eine Muschel

und ihn wie eine kostbare Perle.

©Émilia

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