Lass es Asche werden

Wenn du gehst nimm mit dir
in deinem Wanderrucksack mein Herz,
falls du dursten solltest.
Sieh nicht zurück
zu meinem inerten Körper
zu meinem Mund ohne Worte
und in meine leergeweinten Augen.

Wir legten einmal
meine Sehnsucht,
deine Sehnsucht
Tränen und Regen
in eine gemeinsame Wolke
zwischen Worten versteckt.

Ich werde nie wissen
ob die Wolke regenvoll, tränenvoll wurde.
Ich habe keine Tränen mehr.
Das ist alles.
Worte gefangen in der Stille,
aus Angst vor der Donnerwolke.
Das ist unsere ganze Liebe
– eine Wolke aus Worten und Tränen.

Am nächsten Tag
konnten wir und weder Herz noch Hände einander reichen
und zwischen Worten regnete es.
Regen war unser Hymnus.
Der Wind des Schweigens zwischen uns
die kalten Hände haben wir in Handschuhe gesteckt
und das Herz eingemauert.

Deine zärtliche Umarmung,
dein hauchzarter Kuss
mochte  noch einmal Mal entfachen
die Glut im Herzen die noch nicht zu Asche wurde.

Wenn du jetzt gehst,
nimm mein Herz mit dir,
Und wenn die Tränen nicht reichen,
wenn der Regen nicht reicht,
um deinen Durst zu stillen,
suche dir keine Wasserquelle
an der dumein Herz erneut füllen kannst.

Lass mich nicht wissen wo du bist,
wenn unter der Asche noch Glut weilt.
Ich suche nicht nach noch lebendigen Liebe
in mir, in dir, in uns.

Lass mein Herz Asche werden
Lass es Asche werden.

©Émilia