Stille, Farben und Musik

Die Stille ist im Herzen nicht still,

sie ist nur nach außen nicht hörbar.

Sie ist ein Lied, ein Sturm, ein Unwetter

sie ist ein liebevolles Flüstern, eine Elegie.

Ihre Farben sind pastell oder bunt oder nur schwarz-weiss.

Unsichtbar für andere.

Nur manchmal hat jemand Augen und Ohren

und ein besonderes Fühlen.

Und er sieht und hört und fühlt

das Lied und die Farben und die Musik.

Das Fühlen, dass sinnliche Fühlen ist der größte Sinn.

Ich versuche zu fühlen, zu empfinden,

tief, nuancenreich die Liebe und auch den Schmerz.

Ich versuche mich einzufühlen, einzudenken,

ich liebe mich ein.

Verstehen ist Lieben

Einfühlen ist Lieben.

Lieben im Schwersten wie im Schönsten

©Émilia

Liebe mich nicht

Liebe mich nicht

wenn ich nur irgendein Grün bin,

das seine Blüten versteckt

unter den vielen Blumen im Garten.

Liebe mich nicht

als hätte ich das ganze Salz deiner Tränen

in mir gesammelt.

Liebe mich nicht,

wie eine Pflanze die niemals blühen wird

und das Licht wilder Blumen in sich trägt.

Liebe mich nicht

denn ich schlage keine Wurzeln,

wenn ich die Tiefe des Bodens nicht kenne,

weil Liebe über mich hinauswachsen würde

und ich würde brechen.

Und da ich weiß

von der Endlichkeit der Liebe

von Blättern ohne Halt,

von entwurzeltem Leben,

verstecke ich meine Blüten

und mein Licht.

Liebe mich so nicht

zwischen Kaffee und Zigaretten

und zwischen verschwommenen Herzgedanken

erst recht nicht.

Lass mir diese ungezähmte Wildnis in meinem Herzen,

meine ungezähmte Liebe

liebt anders und tiefer und höher.
Ich liebte dich in diesem Licht meiner Seele

ich liebte dich heimlich

egal wo, egal wie und egal wann

wild und ungezähmt

denn es war der einzige Weg

dich zu lieben.

 

Nur ein Gedicht

Wir treffen uns

an der Kreuzung

zweier banalen Gedanken

und schreiben uns auf die indigofarbene Stirn der Nacht.

Unsere Hände würden sich finden

in einem gemeinsamen Gebet ohne Gott.

Wir treffen uns

an der Kreuzung

zweier banalen Gedanken

und schreiben uns auf die indigofarbene Stirn der Nacht.

Unsere Hände würden sich finden

in einem gemeinsamen Gebet ohne Gott.

Wir lächeln uns an

bis unsere Lippen

zu einander finden in einem Flüstern

oder in einem nicht enden wollenden Kuss,

voller endloser Sehnsucht.

Unsere Augen spiegeln sich ineinander

bis wir uns in einem gemeinsamen Traum finden.

In diesem unvergesslichen Moment,

in dem wir uns weiter als die Erde,

höher als der Himmel, lernen wir alle Lieben neu.

©Émilia