Nur ein Gedicht

Wir treffen uns

an der Kreuzung

zweier banalen Gedanken

und schreiben uns auf die indigofarbene Stirn der Nacht.

Unsere Hände würden sich finden

in einem gemeinsamen Gebet ohne Gott.

Wir treffen uns

an der Kreuzung

zweier banalen Gedanken

und schreiben uns auf die indigofarbene Stirn der Nacht.

Unsere Hände würden sich finden

in einem gemeinsamen Gebet ohne Gott.

Wir lächeln uns an

bis unsere Lippen

zu einander finden in einem Flüstern

oder in einem nicht enden wollenden Kuss,

voller endloser Sehnsucht.

Unsere Augen spiegeln sich ineinander

bis wir uns in einem gemeinsamen Traum finden.

In diesem unvergesslichen Moment,

in dem wir uns weiter als die Erde,

höher als der Himmel, lernen wir alle Lieben neu.

©Émilia