Was gestern …

Was gestern

eine Linie,

ein Punkt,

ein Herzgedanke,

ein Lächeln war

versteckte unausgesprochene Worte.

die zwischen den Gedanken verloren gingen….

Heute

hat alles

eine andere Form,

einen anderen Winkel,

einen anderen Blickwinkel,

vier Wände,

und ein ungemachtes Bett.

Ich sehe,

höre,

verstehe…..

Das Heimweh liegt noch leicht in den Gedanken….

und ich atme tief durch

Aus dem Fenster

blickt ein Gedanke

über die Landschaft.

Es ist schön hier,

ich muss nur noch mein Herz aufräumen

©Émilia

Unser Anfang ist das Ende der Unendlichkeit.

Unser Anfang ist das Ende der Unendlichkeit. Nicht verstanden?

Er fragte wie sie geliebt werden möchte.

„Ich möchte nicht sein wie du mich haben willst und du solltest nicht sein wie ich dich haben möchte.“ war ihre knappe Antwort.

Er machte ihr Liebeserklärungen und seine Worte und malte ihre Zukunft in warmen Farben und sie wollte nur, dass er hier bei ihr sein sollte. Das wilde Kind in ihr, wenn es über Liebe sprach,  sprach durch seine Augen. Doch er sah nur ihr Schweigen.

Sie lehnte ihren Kopf an seine Brust um seine Herzschläge zu zählen und er legte seine Arme um sie. Er schmeckte nach Baum, nach Holz und Frühlingsblättern, sie schmeckte nach Kirschen.

Er hielt sie fest nicht fest als sie ihre Flügel ausbreitete damit sie wegfliegen konnte. Sie wollte nur ihre Arme ausstrecken und ihn umarmen zu können wie  “ Zu Hause“.

„Du willst fliegen, oder? Wenn du die Unendlichkeit verlässt, werde ich dich aus Eitelkeit ziehen lassen,  nur damit du fühlst, was es bedeutet, ohne mich zu sein.“ rief er wütend aus.

“ Und ich weiß, ich werde wiederkommen, aber wenn ich wieder komme, möchte ich, dass du leer wirst, sich von den Annehmlichkeiten, die sich in deine Haut verliebt haben, befreien und jeden Augenblick vergessen, der die Zukunft in deinen Augen gesehen hat. Erzäle mir nichts mehr von Liebe, wenn du mich nicht halten kannst wenn ich die Arme nach dir ausstrecke.“ schrie sie ihm ins Gesicht.

„Wir sollten vergessen was wir bis anhin über die Liebe gelernt haben. Die Unendlichkeit der Liebe sollte in unseren Händen beginnen.“

Wir sollten Metaphern über usere Augen über unsere Haut, über unsere Sinnlichkeit schreiben.“

„Du verstehst nicht, dass ich keine geduldige, verständnisvolle Frau bin. Ich bin verspielt und verträumt und ich werde dich wild und kindisch lieben.“

„Ich werde  dich auf meine Art lieben.“

Der Tanz

Diesen einzigartigen Tanz
der bedingungslonen Liebe
haben wir nie miteinander getanzt.
Wenn es bei mir der Regen fiel,
war bei dir der Himmel wolkenlos.
Wenn es bei dir regnete
schien bei mir die Sonne.

Vielleicht hörten wir nicht nicht gleiche Musik
oder wir trauten uns nicht voreinander zu tanzen,
weil einer die Schritte des anderen nicht kannte.

Vielleicht überspielte das Herz
die innere Musik
mit der Musik einer anderen Liebe.

Der Tanz dieser bedingungslosen Liebe
blieb ungetanzt….

©Émilia

 

Du siehst mich an als wäre ich ein Gedicht

Du siehst mich an,

du siehst jede einzelne Pore meiner Haut,

du siehst die Farbe meiner Augen

mit allen Schattierungen.

Du siehst meine Unvollkommenheiten

in meinem Ich.

Du siehst jeden Teil von mir,

als würde ich seit Ewigkeiten Teil deines Herzens sein.

Du siehst mich an als wäre ich ein Gedicht,

als würde die Welt ohne mich auseinanderfallen,

Du siehst mich an,

als wäre ich der Inbegriff der Liebe

©Émilia

Wir sind was wir sind

Komm, schenken wir zwei Träume dem Wind,
einen von dir, einen von mir. 
Unsere Liebe leben wir gemeinsam 
auch wenn der Wind unsere Träume zerreißt.

Komm, bitten wir den Regen 
um unsere Tränen zu verstecken.
Ein paasr von dir, ein paar von mir.
Wir lächeln den Menschen zu
und niemand sieht unsere Tränen.

Komm, bitten wir dem Herbst um Farben,
ein bisschen schwarz, ein bisschen weiß, ein bisschen grau
und ganz viel purpur.
Er wird uns seine schönsten Farben schenken
und wir lieben uns bunt.

Und alles was wir tun 
und alles was wir sind,
komm lass uns nicht selbt verlieren
in diesem Herbst, 
in diesen Farben,
in diesem Regen,
in diesem Wind.

Lass uns sein was wir sind

©Émilia

Es gibt Menschen…..und die die wir lieben

Es gibt Menschen, an denen wir täglich vorbeigehen, ohne sie anzusehen. Müde vom Gewicht, des Tages das auf unseren Schultern liegt und mit dem Kopf bei den Menschen die wir lieben, auf was wir achten müssen, gehen wir an Menschen einfach vorbei, ohne sie wahrzunehmen.

Oder vielleicht schauen wir nicht auf, weil wir die Sehnsucht nach jemanden in uns tragen.

Wenn wir sie dennoch ansehen, beurteilen wir manchmal ihr Aussehen oder Kleidung, und ziehen die Schlussfolgerung, dass wir in den Augen des angeblichen Seelenspiegels wirklich die besten Leser sind, und wir sehen alles durch einen Filter, der uns vielleicht nicht einmal bewusst ist. Ein Filter, der seine eigenen Regeln, seine eigenen Vorurteile, seine eigene Werteskala hat. Und abhängig davon wollen wir die Menschen gar nicht kennen lernen oder sie uns nicht.

Es gibt Menschen, die Teil unseres täglichen Lebens sind, Menschen, die wir vielleicht öfter sehen als die, die wir lieben, mit denen wir öfter sprechen als mit denen, die wir jeden Tag vermissen und die wir zu kennen glauben. Alles nur, weil wir einen Teil von ihnen kennen. Wir sehen ihre Vorlieben in Sachen Kleidung, wir kennen ihre Macken. Besonders die Macken! Wir wissen zum Beispiel, dass der Nachbar neugierig ist und alles zu wissen scheint. Ein Tratschmaul ist, oder ein anderer Nachbar eine laute Stimme hat. Manchmal ist es lustig, die meiste Zeit nervig, und deshalb verkürzen wir jedes Mal die Konversation, beschränken uns auf eine Begrüßung und wünschen ihnen einen schönen Tag. Vielleicht hat er den gleichen Musikgeschmack wie wir, vielleicht liebt er den gleichen Autor, vielleicht haben wir so viel gemeinsam, dass wir ihn mögen könnten. Dieser Tick hindert uns jedoch daran, ein längeres Gespräch zu beginnen. Was konnte er von uns halten, wenn er plötzlich nach seiner letzten Lektüre gefragt wird?

Es gibt Menschen, mit denen wir unsere Zeit teilen, Kollegen, Freunde, Bekannte, die wir zu kennen glauben, nur weil wir wissen, wie viele Teelöffel Zucker sie in ihren Kaffee gegeben haben, was sie gestern gekocht haben, welche Autos sie fahren, wo sie ihre Ferien verbringen, welchen Schmuck sie tragen, welche Kleidung und wo sie normalerweise kaufen. Aber wir wissen nicht genau, was sie begeistert, wir wissen nicht, ob sie romantische Komödien oder Filme bevorzugen, wann und warum sie das letzte Mal geweint haben, wir wissen nicht, wen sie in ihren Gedanken haben und wen sie vermissen, wir haben die Musik ihrer Seele nie gehört. Vielleicht weil keine Zeit dafür ist, oder weil wir immer wieder vergessen sie danach zu fragen. Oder vielleicht, weil wir nicht aufpassten, als sie Signale sendeten. Wenn man Name, Augenfarbe, Beruf, Familie, Kleidungsstil kennt reicht es, sie Bekannte oder Kollegen zu nennen.

Und es gibt Menschen, die wir gut kennen. Menschen die uns prägen weil sie die unserer Seele kennen. Sie kennen unsere Lieblingsmusik oder zumindest einen Teil davon. Und sie teilen mit uns Freuden und Errungenschaften, Bedauern und Nostalgie, Sorgen und Enttäuschungen, sondern auch Hoffnungen. Sie teilen liebevolle Erinnerungen an längst vergangene oder erst vergangene Tage. Menschen die wir Freunde nennen oder Lieblingsmensch.

Und es gibt die Menschen die einem einfach anlächeln. Es gibt Menschen, die unsere Seele anlächeln und man liest es in ihren Augen, auf ihren Lippen, in ihrer Stille oder in ihrer innigen Umarmung, dass sie voller Güte und Wärme sind. Wenn man einem solchen Menschen begegnet öffnet sich die Herztür auch dann wenn man sie nicht kennt. Und wenn wir ein solcher Mensch in unser Herzhaus einladen betritt er gleichzeitig unsere Seele und erleuchtet alles. Denn das ist es, was man tun kann: mit dem Herzen lachen und sie genießen Vielleicht kindisch, aber das ist Liebe. Man bittet sie mit dem Herzen und ohne Worte zu bleiben. Und sie bleiben.

Es gibt Menschen, sie scheinen die große Liebe in sich zu tragen Im Herzen, nicht nur im Gesicht.

Ein solcher Mensch, der einem von den ersten Augenblicken an von ganzem Herzen zum Lachen bringt, sollte man lieben.

Nacht, Regen und Mond

Meine Augen sind wie ein Mond in einer Regennacht
Von meinen Augenlidern fällt ein Gedanke,
verfängt sich in den Wimpern.
Auf meinen Lippen wird ein Kuss geboren,
hauchzart.

Die Uhr zählt leise jeden Atemzug sekundenweise
Ein Seufzer der Sehnsucht … ich blinzele in die Nacht …
Meine Augen sind dunkel wie ein Mond in einer Regennacht

Eine Nacht mit Regen und Stille und Mond..
durch die Gedanken geht eine Liebe
in der Stille verloren,
und ein Gebet wird auf meinen Lippen geboren …
Die Uhr beobachtet meinen Gedankenflug,
eine Träne der Sehnsucht fällt aus den Augenwinkeln… auf mein Haar …
und in meinem Haar verfängt sich die Nacht und der Regen und der Mond.

Mein Haar, liegt wie ein Vorhang aus zerknitterter Nachtseide neben mir,
meine Unterlippe zittert im Schlaf.
Ein Flüstern löst sich aus den Mundwinkeln,
eine leise Sehnsucht nach dir entfacht wie ein Herzfeuer.
Unter den Augenlidern haben sich schon etwa sieben Himmel geöffnet,
und auf der Stirn knien blitzen schon sieben Gedanken auf…

Ich bin still
Die Zeit steht still und die Sekunden in einer Sanduhr
haben lange aufgehört zu rieseln
Ich schreibe  zum ersten Mal einen Refrain
Musik wird wie immer dein Lächeln sein.
Mein Herz wird den Rhythmus schlagen,
auf meinen Fingerspitzen
werde ich ein Klavier mit verzauberten Tasten erfinden,
und unter den langen Wimpern kann ich mir vorstellen,
wie eine Geige sehnsüchtig weint…
Komm..
komm lass es dir einfach sagen,
Ich liebe dich …
komm, klammere dich an meine Seele
und lass mich dich durch die Haare fühlen.

©Émilia

Über mich

Frag den Mond,
er ist mein treuer Vertrauter
in Nächten mit wenig Schlaf
Er kennt mein Lächeln und meine Tränen,
meine Gedanken, Sehnsucht und Sünde,
Er kennt meine Träume, meine Albträume
und im Morgengrauen ist er nur ein Schatten
so groß wie ein Nadelöhr.

Lass die Bücher über mich erzählen.
Wie oft habe ich sie gestreichelt
vorsichtig Gefühle zwischen die Seiten gelegt
und Lesezeichen zwischen die Gefühle
wie Blumen oder Blätter,
habe ich sie zwischen die Seiten gepresst.

Lass die Wege über mich erzählen
die meine Schritte getragen und gewiegt haben
– in den Jahren, die vergingen,
wieviel Sehnsucht ich getragen habe.
Wie oft ich mich verlaufen habe
wie oft ich mich selbst verloren habe,
auf der Suche nach Liebe und Glück.

Lass den Regen über mich erzählen
Wie oft er mir Musik war,
wie oft er mit mir weinte.
wie oft hat er mich umarmt.
Wie oft ich ihn gebeten habe über mich zu regnen.

Lass die Sehnsucht alles sagen,
was sie fühlt und was sie weiß
wie ich war, wie ich bin,
und nicht sein werde.
Sie hängt Gedanken an die Fenster
wie filigrane Blätter oder Eisblumen
in Nächten ohne Schlaf und Traum.
Lass sie erzählen von der Ferne
das mein Herz zurücklegt
mal lächelnd mal weinend.

©Émilia

Blattgrüne Sehnsucht

Ich sammelte den Regen

der tropfenweise in meine Hand fiel.
Es ist Herbst
Soll ich mich meine Sehnsucht unter dem Blätterteppich 
zwischen den Farben verstecken?
Denn ich liebe dich.
Sonst würde ich alle ungeträumten Träume 
dem Wind schenken, damit er sie verweht.
Und sie tanzen den bunten Sehnsuchtstanz
wie die Blätter den Herbsttanz
bis sie fallen.
Und die Liebe haucht ihr Chlorophyll aus.
Die Liebe ist intensiver in Ihren Farben und Aromen.
Es ist Herbst
Es regnet, die Blätter verlieren ihr Grün und es ist kalt,
Diesen ganzen Herbst sehne ich mich nach dir
In der guten Stube bringt mich die Stille zum Schweigen,
Meine Sinne laben sich an den Herbstaromen.
In Gedanken, liebe ich dich.
Es ist Herbst 
und ich sehne sehne mich nach Träumen.
Es ist spät und ich liebe dich herbstfarben.
Der Herbst lächelt unweigerlich über mich
denn ich kann nicht anders, als dich zu lieben.
Regenträne um Regenträne fiel in meine Hand
und ich verstecke mich zwischen den Farben,
die Sehnsucht ist blattgrün
denn liebe ich dich.

Und die Liebe
ist farbenprächtig tief und fragil wie ein Herbstblatt,
und trägt die Zartheit des Frühlings und die Wärme des Sommers
durch den Regen.

©Émilia