Traumgedanken

Heute Nacht habe ich geträumt wir wären zwei Engel.

Ich saß über den Wolken und du darunter.

Du hast mich angelächelst,

du hast mir etwas zuflüsterst

Irgendwie hast du das Fenster zwischen uns berührt …

der Himmel zersprang in tausende Augen

und begann mit deinen Augen zu regnen …

und wir liebten uns in dieser Unendlichkeit.

Letzte Nacht träumte ich,

wir wären zwei Sekunden …

Ich stand zu einem Ende der Stunde,

du am anderen … Ich drehete mich mit dem Uhrzeiger

in seinem Sinne

und versuchte dich einzuholen dich einzuholen.

als du dich in der Stille des Minutenzeigers ausruhen wolltest

Du hast deine Stille auf diesen späten Moment gelegt …

Um Mitternacht wolltest du nicht gehen …

die Zeit blieb stehen und du ranntest auf mich zu

wir trafen uns

und in unserem Traum sind wir unendlich geworden …

©Émilia

Winteranfanggedanken

Bleib eine Stunde und noch eine Sekunde bei mir,

während wir in einer Nacht ab Winterbeginn Händchen haltend herumlaufen …

Ich achte darauf,  dass wir beide vor Kälte und zu großen Gefühlen zu zittern,

Ich bitte den Himmel über uns zu schneien …

Wir werden uns küssen wie die Schneeflocken es tun

still und hauchzart

Am Ende des Kusses wird ein Wunder auf uns warten,

um uns in eine Liebe zu entführen …

Bleib bei mir in dieser Stille,

Ich werde mich bemühen,

dich mit Unendlichkeit und mit Himmel zu bedecken,

und in dein Schlafkissen werde ich ein Lächeln sticken

und die Farben für Träume schenken.

Bleib bei mir mindestens eine Liebe,

wir werden in Farben träumen.

Ich würde von deinen Lippen abstrakte Worte sammeln

und Sehnsüchte aus leidenschaftlichen Küssen

©Émilia

 

ars vivendi

Die Maler malen ihre Fantasie
in definierten oder in undefinierten Formen.
Die Farben des Tages, auf einer weichen Leinwand,
die Farben der Nacht auf einem undurchsichtigen Geheimnis.

Die Dichter schreiben ihre Gedanken
in passenden Reimen oder unpassenden Reimen
aus Silben kreierte Wortkunst,
mit Liebe gewebte Verse.

Die Sänger komponieren ihr Lied
aus Notenschlüsseln und Noten.
Harmonien aus Sehnsucht und Liebe
und Melancholie und Traum
malen musikalische Liedgemälde

©Émilia

Es ist zu spät, Liebe, der Herbst ist vorbei.

Es ist zu spät,

Liebe,

der Herbst ist vorbei.

Er beweint die kahlen Bäume nicht,

Es hat unerfüllte Träume hinterlassen

die wir irgendwann und irgendwo verließen.

Versuche nicht sie zu suchen,

es hat keinen Sinn sie zurück zu rufen

Vergebens ist die Anstrengung,

sie nicht ehen z lassen,

sie nicht loszulassen

Die Liebe, wie das Leben erhört dich nie

Der Herbst ist vorbei,

und die Liebe ist auch weg.

Eines Abends oder eines Morgens,

ging sie weg mit dem Wind

und ließ ihn ihre Asche zerstreuen.

die Bäume haben auch ihre toten Blättern verloren,

Und wir haben unsere Sehnsüchte zu uns auch inzwischen veloren

Es ist spät,

Liebe,

der Herbst ist vorbei,

Er kümmert sich nicht um Äste,

er kümmert sich nicht um uns,

Er hat uns auf der Türschwelle zurückgelassen

wie wir unsere Träume

Wir werden sie vergessen

und sie werden sich dann in Regen verwandeln

und wir in zwei Schneeflocken

und dann

werden wir fallen

fallen…..

und vergehen….

 

So ist die Liebe wie der Herbst

sie hinterlässt uns verletztlich und nackt

Wollen wir hoffen auf den Schnee

so dass wir Schutz finden unter seiner wärmenden Stille

©Émilia

Novemberblume

 Eine verlorene Blume auf dem Novemberfeld.

Ich trage mein Lächeln in den Augen,
im Blick versteckt zwischen den Wimpern.
 – Du findest in grauen Tagen
ein bisschen Farbe für ein Lächeln.
– Gestern sah ich den Sonnenaufgang in deinen Augen
und ein verstecktes Lächeln wärmte mich
– Gestern Nacht legte sich der Mond in deine Haare
wie in sein Himmelbett
Du hast mich angesehen und ich sah viel Liebe in deinem Blick
Die Wolken lagen dir zu Füßen und genossen dein Lächeln wie ich
Als dein Kuss meine Lippen berührte,
ein bisschen süss, ein bisschen salzig,
fühlte ich die verliebten Farben eines Sonnenuntergangs.
Ganz tief  hinter den Rippen
tanzte mein Herz seinen weißen Zaubertanz.

tRÄUMEND DURCH nOVEMBER

Träumend gehe ich Hand in Hand mit dem November

und ich sammle weinende Blätter

die der Novemberwind von den Bäumen schüttelt.

Schritt für Schritt gehe ich träumend die Wege

die auf meine Rückkehr lange gewartet haben.

Auf den verlassenen Alleen zerstreue ich alle Erinnerungen

und ich sammle verlorene, geflüsterte Sehnsüchte

aus dem Wind der Zeit

Wie nach einem Ende vom Lied

höre ich im Traum

verlorene Sehnsüchte flüstern.

Hand in Hand gehe ich mit dem November spazieren

Ich gehe leise durch die weinenden fallenden Blätter.

Das Lied des Windes ist nur noch ein leises Flüstern,

regentränenschwer liegen die Blätter mit ausgewaschenen Farben.

im Traum sind alle Blätter noch sonnenuntergangfarben

und ab und zu wird die Sehnsucht noch ein Novembersonnefarbenes Lied.

©Émilia

Nur ein Gedanke….hast du einen auch einen Gedanken?

Ich habe dich gehen lassen und habe dich verloren …
….und  irgendwo zwischen meiner Einsamkeit und deinem Schmerz habe ich gelernt zu vergessen … und als ich gelernt habe mich an dich zu erinnern, warst du nicht mehr bei mir..
… jetzt wünschte ich, ich hätte weder die Bitterkeit der Erinnerungen geschmeckt, noch an anderen Tassen die Liebe geschmeckt …
… Ich vermisse all die Liebe …all die liebevollen Gesten,  deine Finger die sich meinen Haaren versteckten , deinen warmen Blick und dein verstecktes Lächeln in deinen Mundwinkeln… ich vermisse ich dich und ich vermisse uns …
Den Ring vom Finger zu streifen, macht noch lange nicht das Herz frei von dir.

Nun schreiben wir eine gemeinsame Geschichte, deren Ende wir nicht kennen, deren Ende ein anderes sein wird, als das was wir hatten
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… und weißt du was am meisten schmerzt? Zu erkennen, dass alles unvergessen blieb… dass es uns nur so vorkam, als hätten wir das Ende der ersten Geschichte vergessen, dass es uns nur so vorkam, als hätten wir einen Punkt dahinter gesetzt und neuen Anfang gemacht.
Ab und zu kehre ich als Zuflucht nach dem Sturm an denselben Ort zurück wo wir stehen geblieben sind. Da wo du mir einmal Stille warst,  Chaos warst, Winter und Frühling warst…und ich nur ein , einen ariden Sommer, einen bunten und dann einen leergeweinten Herbst…..

Omega’s Elegie

Es ist die Zeit der verblassenden Rosen,
es ist die Zeit der purpurfarbenen Blätter.
Es ist die Zeit der silberfarbenen Regentränen im Nebel,
für den rostfarbenen Tanz der Blätter,
für eine purpurfarbene feurige Romanze,
ein Prae-Mortem-Blätterball,
ein Liebesintermezzo
im leidenschaftlichen Novembersturm.bis zum abstrakten Nichts.
Es ist Zeit für Omaga’s Elegie.

Wir beweinen den Trennungsschmerz
der Blätter von den Zweigen,
als würden wäre er unser.
Wir beweinen die Blässe der Rosenblätter,
als wären wir farbenleer,
leergeweint und ausgewaschen.
Liebeleer auf einer enigmatischen Skala.
Null.
Wir beweinen die Stille nach dem Novembersturm.

Lass die Schneeflocken darauf fallen,
lass alles unter dem Schnee ruhen.

Lass uns über alles schlafen,
lass uns wie Schneeengel träumen wie im Wintermärchen,
lass uns wie Schneemenschen verschmelzen
in der ersten Frühlingssonne
bis wir keine Tränen mehr haben um uns zu beweinen.

©Émilia

Definitionen

Du bist der Himmel und ich bin das Meer.
Du bist der Traum und ich bin die dich Träumende.
Du bist ein Gedanke und ich bin die dich Denkende
Du bist der Flug und ich bin die Flügel.
Du bist die Uhr und ich die Sekunde.

Du bist der Wasserfall und ich der Fluss
Du bist eine Hand und ich bin die Geste.
Du machst alles und ich mache den Rest.
Du bist die Freude und ich das Lächeln
Du bist der Frost und ich bin das Eis.

Du bist das Lied und ich bin die Stimme
Du bist der Weg
und ich gehe die Schritte.

Du bist die Nacht und ich bin der Tag.
Du bist der Eine und ich bin die Eine
Du bist das Buch und ich bin das Lesezeichen.

Du bist der Wind und ich bin der Sturm
Du bist Sehnsucht und ich die Vermissende
Du bist Liebe und ich die dich Liebende.

©Émilia