In einem anderen Kontext

Wie ein milchiger Schleier schwebt der dichte Nebel
verhüllt die Welt um mich herum.
Fasziniert von der umliegenden Landschaft,
fahre ich durch den Nebel.
Die Bäume und Sträucher am Straßenrand
sind nebelgeschützt.

In einigen Häusern brennt schon Licht.
Die beleuchteten Fenster
durchdringen wie kleine Monde den Nebelschleier.

Die dunkelgraue Straße wie eine Schlange ohne Ende vor mir,
die Fenstermonde die mir den Weg zeigen und ich.
An der Kreuzung liegen die Wege
wie ein Rätsel vor mir.

Ich kenne die Lösung
und biege ab.
Die Landschaft vor mir wie ein Märchen.
Nebel und Rauhreif  – so viel Silber.

Ich renne über die Straße
in ein Haus mit Mondfenstern.
Auf der Treppe nach oben
klingt eine Frage an mein nebelverträumtes Ohr.
„Gut durch den Nebel gekommen?“
In meinen Haaren fühle ich noch ein paar Nebelfäden
und antwortete mit einem leisen verträumten „Aber ja.“
Ich sage ihm nicht, dass ich Nebel liebe,
wenn er nur wissen wollte ob ich die Rätsel vor Augen gelöst habe.

Und ich denke:
es ist neblig, es ist kalt,
und so viel Nebel dazwischen
und ich …….sehe dich nicht
ich gehe nicht,
unter den Sohlen habe ich keine Straße
……ich schwebe

jetzt in einem vollig anderem Kontext

©Émilia