Irgendwo,
in der Ferne,
spricht jemand
in diesem Augenblick ein Gebet.

Kein Beharren, kein Flehen, kein Bitten.
Ich höre es,
wenn der Wind
über die frühlingsgebärenden
Sträucher streichelt
und die Baumäste wiegt
als würde er ihnen zuflüstern:
Ich bin da.

In den Wellen des Windes
jemanden meinen Namen flüstern

Ich verwechsle das Anmutige
der Zweigenbögen
mit der Kalligraphie
der durchdrungenen Worte
im frühlingspastellblaufarbenen Himmel-
eine Magie
für mich zu lesen.

Vielleicht ist gerade
ein Herz in Trauer,
vielleicht
wird heute
mein letzter Tag sein?

Vielleicht ist es
nur eine Warnung,
vielleicht aber nur die Angst.

Warten wir nicht
bis der Würfel gefallen ist.
Lieben wir uns jetzt

©Émilia