Une lettre de l’enfer

Ich bin müde und möchte schlafen.
Ich weiss es nicht was noch brennt in meiner Brust.
Eine noch unerfüllte Sehnsucht,
oder ein Augenblicksfeuer des Glücks.

Ich erinnere mich jetzt wirklich nicht
Ich fühle jetzt
nur noch deine Berührung
sanft wie ein Frühlingstag.

Deine Hände duften nach Erde
und Frühlingsblumen und Löwenzahn.
Und wie du meine Haare durchwirbelst,
so wie der Frühlingswind in der Morgensonne,
hauchzart und wärmend.

Und wenn du mich nicht mehr hörst
und nicht mehr fühlst
solltest du wissen
ich habe dich geliebt
und ich habe dich geträumt
und ich habe so intensiv gelebt für dich.

Und nun werde ich schlafen,
werde mich in deinen Tränen ausruhen.
Ich werde dich träumen in einem endlosen Traum.

©Émilia

Labyrinth

In dieser Sehnsucht
die Zeit weitet sich
und zerbricht in unzählige Augenblicke.

Und ich
geblendet von der Angst
mich zu verlaufen
in diesem Labyrinth aus Augenblicken
denn das Schicksal
zeigt mir nicht den Weg.
Und ich klammere mich nicht
an das Gestern.

Dich neben mir,
an meiner linken Schulter zu fühlen,
ein Lächeln in deinen Augen zu sehen,
mein Herz findet seinen Platz bei dir
und Augenblick für Augenblick
weitet sich
und es ist so schön hier
wie ein Frühlingsmorgen

©Émilia

Auf der stillen Bank

Langsam
augenblicksweise,
tropfenweise,
verblassen die Farben an den Schläfen
und die Wunder fallen
aus dem Herzen.
Unerfüllt.

Nur noch die Stille brennt auf meinen Lippen,
wie ein Fieber im Fleisch und in den Sehnen-
In der Abenddämmerung
singt der Wind seine Elegie
und barfuß warte ich im Tiefblau
auf der stillen Bank,
dass um mich herum Nacht wird.

Unter den Rippen
schlafen schon alle Worte, alle Gedanken.
Nur das Herz schlägt noch mit Liebe.
Noch brennt das Fieber in der Brust
und mit jedem Atemzug färbt sich der Rasen blau.
Was für eine Agonie
in jeder Herzfaser.

Die Hoffnung fliegt davon
und fällt in das Azurblau
wie ein Stein
und zieht Kreise.
Große Kreise
kleine Kreise,
keine Kreise
um die Stille Bank
auf der ich sitze
ohne Farben,
ohne Wunder
herzstill.
So viel Liebe ungelebt in mir.

©Émilia