Meteosensitivität

Das Blau des Himmels

wurde von einem Augenblick zum anderen grau.

Vielleicht für einen gefühlten Moment

– für eine gefühlte Ewigkeit und einen Augenblick dazu –

Auch mein Blick wurde grau,

nur weil der Himmel grau war.

So als würden meine Herzgedanken ihre Farben sortieren,

nach Nuancen, nach Intensität, oder nach Zufälligeit.

Es wurde kalt für einen Augenblick.

Eine dunkelgraue Regenwolke bedeckte die Sonne.

Für einen Herzschlag und einen Gedanken

legte sich die Traurigkeit um mein Herz.

Nun ja, denke ich,

Melancholie der Natur wie das Herzwetter manchmal.

So wie unter einem Lächeln

Tränen reifen.

Tränenlächeln und Lächelnweinen.

Wolkendecke –

ich habe sie noch.

Darunter habe ich mich immer versteckt

und fühlte mich geborgen.

Und wenn der Augenblick vorbei war,

der Himmel sich wieder sein Blau trug,

als würde er sich mit Gott versöhnen

Ideale haben,

wurde mein Blick himmelblau und sonnig

wie mein Herzwetter.

©Émilia