DU

Wir sehen uns schweigend an,

er wandert furchtlos durch die Schatten

und ich versuche schon einen Augenblick zuvor.

jeden seiner Schritte zu erraten.

Seine Augen brennen wie Glut

die bei jeder Liebkosung ein Feuer entfacht.

Um uns herum werden die Tage zu Nächten

aus einer Zeit ohne Zeit

und wir, Auge in Auge, drehen uns

in einem schwindelerregenden Gleichgewicht,

bis ich müde für einen Moment innehalte

und der Moment zerbricht

wie eine unachtsam behandelte Sanduhr.

Die Sandkörner fallen aus der Zeit

und Zeit bedeutet nichts mehr.

Dann,

ich höre seine Stimme, die mir flüstert

dass ich schön bin und er mit mir gehen wird

bis ans Ende der Welt oder noch weiter.

Und plötzlich wird alles wieder da

Das Feuer, das Meer und Zeit ohne Sanduhr.

Er sah mich schweigend an,

mit einem zärtlichen Lächeln in den Augen,

„Du verstehst wirklich nicht,“

während ich, zerbrechlich wie ein Löwenzahn,

mit Morgentau in den Blütenblättern,

und mit Tränen in den Augen.

dass du nicht nur Flügel brauchst, um zu fliegen,

sondern jemand der dich in die Arme nimmt,

wenn du müde bist?“

Ich strecke ihm beide Arme ohne Angst entgegen

und fühle mich von seinen Augen beschützt.

©Émilia