Ich schreibe über ein Gefühl im Augenblick,
über Bäume die ihre Blütenblätter
über mich regnen
und über Bäumen die ihre Tränen von den Blättern
über mich fallen lassen.

Mag sein, dass der nächste Augenblick 
ein anderes Gefühl mir zeigt.
Eines wo die Blütenblätter sich an die Zweige klammern
bevor sie der Frühlingswind durchwirbelt
und sie als samtseidiger Blütenregen
sich wie ein geduldiger Teppich ausbreiten
für die hastigen Schritte des Lebens.

Die hastigen Gefühle
haben auch ihren Sinn
und ihr Versteck in mir.
Sie haben nicht diese Leichtigkeit
die die Gesetze der Physik der Blütenblätter zuschreibt.
Wenn ich durchwirbelt werde und falle,
falle ich hart.
Immer zerbricht etwas in Scherben.
Immer.

Ein Lächeln, eine Träne, eine Sehnsucht im Wort, 
Ein Gedanke mit viel Sinn für mich.
Ein paar Zeichen zwischen den Worten,
zwischen den Zeilen.
Ein Punkt oder ein Zeichen, dass es weiter geht.
Verse ohne Reime.
Ich bin kein Poet und ich bin keine Muse die inspiriert.

Ich schreibe nicht für die Dichter am großen Tisch,
ich schreibe in der Ecke meines Herzens.
Ich packe kein Wort in Seide oder feinen Samt
und die Farben sind immer ein Amalgam
aus Nuancen und Schattierungen.
Ich schrebe nicht nur  über die hastigen Gefühle
in Schwarz-Weiss
die  auch ihren Sinn und Versteck
in mir haben.

Ich schreibe auch über die sanften und grellen Farben in mir
über die leise und laute Musik
zu der ich tanze oder weine.

©Émilia

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