Albtraum

Ich hatte einen heftigen, abartigen Albtraum. Ich stand auf der Veranda, eher eine Art Wintergartenveranda, eines Hauses. Vor dem Haus erstreckte sich eine große Wiese. Das Haus stand quasi auf einer Wiese. Die Vorhänge fielen mir auf. Sie waren aus elfenbeinfarbener, handgehäkelter feinen Spitze. Seide mit feinen Härchen. Wunderschön waren sie.
Die Wiese war sattgrün und das Gras sah so frisch wie nach einem Regen aus. Ich war allein. Ich wollte zur Tür gehen und konnte nicht gehen. Ich konnte mich nicht bewegen. Und ich wollte mich drehen und ich konnte mich nicht drehen. Ich konnte nicht sprechen.
Ich dachte „was ist jetzt? Was passiert mit mir?“ Dann wachte ich auf.
Ich stieg aus dem Bett und fühlte mich wie benommen, ging ins Bad, sah in den Spiegel und alles schien unverändert.
3:20 zeigte die Wanduhr im Bad. Mir war kalt. Ich ging zum Kühlschrank, trank einen Schluck Mineralwasser und ging zu Bett.

Ich habe so ein Haus noch nie im Leben gesehen. So viel war aus Holz und sehr filigran geschnitzt. Ich wollte die Spitzengardinen anfassen, die Schnitzereien am Fenster anfassen.

Ich kann gehen, das beruhigt mich.