Wortspiel

Als Kind,
fühle ich mich in deinem Flüstern

– Kind –
und deshalb
schreibe ich Verse
aus Schneeblütenblätternworten.

In deinen Augen
graublau wie ein Wintermeer,
lese ich Verben,
in deinem vom Sonnenuntergang umrahmten Gesicht
sehe ich Liebe
und ich bin Treibholz
im Fluss des Tages.

In der Stille
flüsternde Adjektive
auf dem Bett mit dem sommermeerfarbenen Sommerlaken.

Ich ein Herz
in einem Körper der sich sehnt,
der sich hingibt,
Herz und Liebe hingibt,
bis die Lippen brennen
im Feuer der Leidenschaft
in den Küssen,
bis die Muskeln schmerzten
von dem sich Darbringen
bis es weinte vor Lust und Glück.

Du der mich ansieht,
der nicht die Augen schließt
wenn ich mich ausziehe,
wenn meine Hände nach deinen Händen greifen,
du der mich ansieht
wenn ich nackt bin
und meine Herzhäute liebrot.
Du der das Eigentliche in mir sieht
und den salzigen Tränenregentropfen
am Rande des Augenlids wegküsst.

Und wir gemeinsam
begehrt
liebkost,
geliebt
verschlungen,
lebendig
Mann und Frau
und damit Alles.

©Émilia