Les mots

Derrière mes mots, il n’y a rien.
Seulement quelques sentiments anciens
Qui ne savent pas faire sortir
L’émotion de mon plus simple désir.

Et ton ombre les cache bien,
Ces mots qui déchirent mon poitrail
Quand il m’arrive soudain
De vouloir percer une muraille.

Ou un mur sur lequel tu déteins.
Un mur imprégné de ces mots,
Des mots qui te vont si bien
Et qui me collent à la peau.

Derrière mes mots, il n’y a rien.
Ou plutôt, il n’y a que toi.
Mais qui suis-je ? Je ne suis rien
Pour croire que tu t’intéresses à moi.

©Émilia

Es ist September zwischen uns

Es ist September zwischen uns
herbstlich still, erntegelb und rostrotfarben
die Sonne scheint noch sommerwarm
doch es ist schon etwas herbstkühl,
Ich lege meine müden Flügel auf die Bank zum trocknen,
doch meine Füße gehen weiter
gehen neue Wege.

Ich gehe sehen, verstehen, vergessen, finden.
Ich gehe wissen
ob die Sehnsucht mich zu dir zieht
weiser und anders und mit weniger Fragen
an die Liebe.
Ob es noch zu früh ist, oder schon zu spät
oder die Zeit ist um und die Liebe weg.
Ob sie noch da ist
mit all ihren Farben,
mit all ihren Herzschlägen
mit jedem Atemzug.

Es ist September zwischen uns
und es duftet nach sommerverbrannten Blättern
nach Ernte und Verwüstung,
nach Süße und Schwere,
nach Salztränen und reifen Früchten.
Noch haben wir bunte Träume, warme sanfte Sehnsüchte
Nächte mit viel Liebe
und wunderschöne rostrote Morgen.

Ich will sehen, entdecken
alle Herbstfarben in uns.
Die Ernte in uns,
die Süße,
das Bittersüße.

Ich warte darauf,
dass der Zenit mich mit einem leidenschaftlichen Refrain einfängt,
mich heraushebt,
mich hochhebt und mit mir den Tanz der karminroten Liebe tanzt,
bis ich zum Morgengrauen
in meinem nassem Haar verflochten
unter einem Seidenlaken einschlafe.

Und du wiegst mich mit dem Laken wie ein Neugeborenes
bis die Zeit sich rückwärts dreht
und uns mit einem letzten Vers entzaubert. .
Seufzend mit kussverbrannten Lippen
singe ich den Refrain aus einem seltsames Lied
eine Art neuen Zauber
und lege mich auf meine morgentaunassen Flügel
und warte auf deinen entzaubernden Morgenkuss

©Émilia

La nuit, nous ne savons plus
si la mer est bleue ou verte,
si les algues ont froid ou chaud
dans leur maison de silence.

Ruptur

Am Rande des Ichs
all die Gefühle, all die Emotionen,
alles Logische und Unlogische

wie Treibgut
an der Meeresküste angesammelt.

Und dann ein winziger Riss,

eine nichtige Ruptur,
nicht der Rede wert,
im viel zu lange getragenen Kleid
aus Alltagsseide und Gewohnheitsperlen.
Eine unsichtbare diskrete Naht
im Herzgewebe.

Doch irgendwann riss das Kleid
in den Nähten
und ich verlor alle Perlen
ich verlor alle Fäden
aus der Hand.

Ich verlor mich selbst.

und entsäumte mich
rational unbewusst,
bewusst ihm Herzen,
bewusst im Fühlen

Für einen Augenblick der Zeit war ich
meiner Nacktheit bewusst,
ich war dann
nur….
Frau
sonst nichts….
unerklärbar …
unkontrollierbar.

Begehrt
geliebt
liebkost
verschlungen
lebendig
leidenschaftlich
nur Frau
sonst nichts
in meinem Ich
und ich war mir alles
ich war ihm alles
er war mir alles

©Émilia