Beinahe

Beinahe

hätte ich dich geliebt,

du hättest mich geliebt

beinahe.

Schmetterlinge

sind unsere einzigen Küsse

durch versteinerte Augenlider

beobachten wir uns still.

fels

 

Beinahe hätte ich die geliebt

du hättest mich geliebt beinahe.

Heute wachsen uns Blumen

in den Haaren.

Anstatt unsere Tränen

gießt uns der Regen.

Nur noch der Wind

führt uns zusammen

und trennt uns zugleich.

Nur die Liebe umarmt uns verzweifelt zugleich

in einem Lied

und jeder Herzschlag ist Note und Klang.

Du bist mir nah und doch weit weg

und ich bin dir weit weg

beinahe hätte ich dich geliebt

du hättest mich geliebt beinahe.

Die Sonne wärmt uns

und ihre Berührung verbrennt uns.

Du bist mir fast ewig

ich bin dir fast ewig,

versteinert im Augenblick

seit dem wir uns ineinander verliebten

Und müde von uns,

von unserer Nähe und Ferne

wird der Wind uns verwehen,

der Frost uns erfrieren,

mit dem Sand verden wir verschmelzen

das Meer uns verwandeln

in eine uferlose Liebe

©Émilia

Doch am Ende des Tages trägt mich wieder ein Traum, ohne mich zu fragen.

In einer lauwarmen Sommernacht,

ein Traum führt mich weit weg von mir

Meine Gedanken sind frei von dir, von uns.

Ich lege den Tag in den Traum,

befreie mich von seiner Routine,

wenn die Nacht sich indigofarben legt

über den Traum, finde ich den Weg zu dir.

Und der Traum nimmt mein Herz

ohne mich zu fragen

und trägt mich durch alle Sehnsüchte zu dir

Liebe ich halte dich versteckt

tief  am Grund meines Herzens

wie eine kostbare Perle.

Nur der Traum trägt mich auf seinen Wellen

und spült mich an den  Herzküsten Sand.

Am frühen Morgen schält sich die Sonne

morgenrotfarben aus dem Morgennebel

wie ich aus dem Traum,

sie begrüßt den Tag mit Morgentau in den Augen

und ich mit Tränen aus dem Traum.

Der Tag hält für mich bereit

wichtige Dinge, unwichtige Dinge

Freude und Sorgen

und ich bin wichtig und unwichtig

beflügelt oder müde.

Doch am Ende des Tages

trägt mich wieder ein Traum, ohne mich zu fragen.

 

Wenn

Wenn jemals dein ruhiger Blick
durch die Vorhänge des Nebels dringen könnte,
um mein Herz zu erreichen,
würde ich jeden Morgen meine Herzhäute nach außen wenden
ohne Angst oder Verlegenheit und ohne Scham.

Ich würde dir zeigen, was im Schatten meiner Worte liegt
und wo ich meine unausgesprochenen Worte versteckt halte.
Worte voller Liebe die mein Herz freilegen,
Worte die all den Schmerz vergangener Tage beinhalten
die anderen, die wie Messer schneiden um zu verletzen.

In dem von fremden Spuren unberührten Wald der Worte
würde ich mich mit dir verlaufen.
Dein Herz würde ich rufen
und gemeinsam alle unruhigen Gedanken finden und entziffern,
haufenweise Emotionen und Gefühle wie Wildblumen entdecken und bewundern.

Auf den Knien unter der Trauerweiden nach der Tränenquelle suchen,
im klaren Tränenwasser die müde Stirn kühlen,
um zu fühlen wie unsere Seelen sich aneinander klammern
in den klaren Wellen aus Tränen.

Wenn du jemals mit mir durch den Wald der Worte gestreift bist
und du ihr Zittern gefühlt hast,
wenn wir Zeit und Raum miteinander geteilt haben
und manchmal die gleiche Liebe und die gleichen Gedanken hatten,
es bedeutet, dass wir verstanden haben,
was wir waren, was wir sind
und was wir sein werden.
Es bedeutet, dass wir unser Herz zeigen ließen
was wir aus Seelenziegeln  gebaut und nicht gebaut haben
und ob uns unsere Liebe uns getragen hat.

©Émilia

So viel mehr

Ich habe aufgehört

dich zu denken,

auch wenn Blitzgedanken

mich zu dir leiteten.

Ich entscheide mich stattdessen,

gegen Gedankengewitter anzukämpfen,

indem ich meine Sehnsucht

über Sonnenaufgänge und Abendrote lege,

wie ein seidiger Schal,

damit die Tage irgendwie vollständig wirken.

Ich lächele schweigend,

während ich meinen Blick

über eine sonnenverwöhnte Landschaft voller Farben schweifen lasse

und ich halte inne,

um die Magie in mich aufzunehmen.

Es ist in dem Moment,

in dem ich endlich sehe, wie ich Liebe unterschätzt habe,

die am Ende des Tages so viel mehr ist als ein Kuss.

©Émilia

Je marche vers toi

Chaque fois que je pense à toi, je crois bien que je t’aime.
Je chemine
Sous le ciel incandescent
dans la lumière du soir tombant
au crépuscule.

Les nuages sont des brasiers
baignant mon cœur du feu doré
de ta pensée évanescente

Je marche vers toi,

doucement, sans parler
sans chercher à comprendre l’émoi qui m’anime.
N’ayant pour horizon que la chaleur intime
du souvenir d’hier
et pour demain, l’espoir.

Je marche vers toi.

Eine Reise im Kreisverkehr

Eine Reise im Kreisverkehr,

gegen viele Hindernisse stoßen,

viele Hindernisse umfahren,

endlose Umwege fahren,

Eingebettet im Kreis und hängen bleiben,

weil ich die Tendenz habe, mich zu verfahren,

wenn ich unsicher bin, in meinen Gefühlen.

Dann hülle ich mich ein im alltäglichen Umhang der Routine,

während ich versuche, mich vor dem Rest der Welt zu verstecken.

Und ich frage mich manchmal,

warum du für die Liebe so blind bin.

Mein Herz erholt sich kaum,

wenn ich von einer Wand an die nächste stoße … eine größere …

eine, die mich weg wirbelt … anstatt zu der ich gehöre drängt.

Wann werde ich endlich aufhören Mauern zu bauen

und einfach leben und lieben.

Wann werden ich aufhören, der Routine zu folgen?

Ich verschwende so viel wertvolle Zeit und Energie,

indem ich auf mein Herz aufpasse

damit es keine Sprünge macht in eine verbotene Liebe

Also, ich möchte mich nicht verlieren

ich möchte meine Herzmauern nicht einreißen.

Die Verantwortung die ich trage ist zu groß

um vom Weg abzufahren ins Ungewisse.

Regel der Zeit

Die Zeit wird nicht still stehen,
um Anlauf zu nehmen
sich gegen den Uhrzeigersinn zu drehen.

Geschehenes wird nicht Ungeschehenes,
Getanes wird nicht Ungetanes,
Vergangenes wird nicht Gegenwärtiges werden.
Die Zeit sieht vorwärts
und dreht sich mit jedem Tag neu
um das noch Ungeschehene, Unerwartete, Ungetane,
es zu entdecken.

Das ist die Regel der Zeit

Gefühle überfluteten das Herz,
bis alle Dämme brachen.
Ein Gefühlsturm fegte das Blatt vor dem Mund weg
und Worte tanzten mit dem Regen,
kollidierten mit den Wolken und hagelten 
über mich.
Das Blatt……
Das Blatt hat sich ängstlich wieder auf den Mund geklebt,
verschloss die Herztüren und Herzfenster.
Das Blatt……
ach das Blatt hat sich ängstlich wieder auf den Mund geklebt,
verschloss die Herztüren und Herzfenster.
Die Sonne hat doch zwei Gesichter…
eines im Licht und eines im Schatten.
Ich….
Ich trage immer einen Orkan im Herzen
bis sich alle Worte
für einen Gefühlsausbruch gesammelt haben
bis zu den nächsten Gezeiten.

©Émilia