Si la clé de sol m’était contée avec une Si douce mélodie, entre larmes et passion avec des La, font une si belle chanson d’amour en La-Do-Ré.

Stille

Manchmal brauchen wir keine hörbaren Worte. Manchmal ist sogar die Stille ein Wolf der den Mond anheult. Manchmal ist die Stille noch lauter als der lauteste Schrei.

©Émilia

Die Sandfrau-Journalseite

Heute ist der Tag schon neun Stunden alt. Morgen, übermorgen werden verstreichen und es wird weitere Tage geben. Zwischen den Tagen bin ich mit meiner Traurigkeit und mit dem Gefühl des Vergessens im Herzen.

Es ist nicht gut wie ich vor mich hin vegetiere. Ich will leben und nicht überleben. Ich will nicht im zähen Schlamm der Traurigkeit die ich in jeder Pore fühle stecken bleiben.

Ich muss an mich denken, an morgen. Ich muss nicht nur meine Füße nach vorne bewegen, sondern mit meinem Herzen, mit meinen Sinnen und mit meinem ganzen Denken vorwärts gehen. 

Ich weiß nicht ob es ein Instinkt des Herzens ist, wenn jemand aus dem Leben geht, auf welchem Weg auch immer, dass man beginnt Erinnerungen an diesen Menschen zu sammeln. Manchmal wird man bewusst zum Erinnerungensammler.

Ich wurde über Nacht zur Sammlerin. Ich halte an Erinnerungen fest, von denen ich mich am liebsten trennen sollte.

Es sind nicht nur Geschenke, oder Zeit die ich mit ihr verbrachte, sondern tiefe Gefühle wie Liebe, Enntäuschung und sogar Wut. 

Sie „für regnerische Tage“ aufzuheben brauche ich das wirklich? Denn sie bauen mich nicht nur auf, sie ziehen mich auch runter. 

Sie nehmen mir das Tageslicht und geben mir Nachtschwere. Sie legen sich wie Nebel über mich, aus dem ich nicht entkomme, wenn ich die Erinnerungen nicht sortiere. Ich muss aufräumen, die Sonne in mein Leben lassen, neu anfangen.

Ich werde mit dem Vergessen leben müssen. Das eine oder andere Lächeln werde ich behalten.

Jeder neue Tag legt sich in meine Hände, in mein Herz. Also sollte ich ihm mehr als ein Lächeln bieten. Mich.“

https://2020-diesandfrau.blogspot.com/

Pandemiebilanzsumme

Blätter fallen prematur
wie Perlen fallen Knospen vor der Blüte,
Schneeflocken fallen als Nieselregentränen
kurz vor dem Schnee.
Ungesagte Worte fallen
und Gedanken lösen sich wortlos auf.
Ungeträumte Träume fallen hastig
und Ideen verpuppen sich.

Ziffern und Zahlen reihen sich untereinander, nebeneinander auf
Pandemiebilanzsumme.
Flügel die austrochnen
Liebe die zählbar wird
und Sehnsucht die schmerzt.

Hungrige Wölfe die am Fleisch ziehen
ihre Zähne fletschend unter einem Stück Stoff
über Verschwörungen diskutieren
sich gegenseitig beschuldigen,
sich blutrünstig an Knochen verbeißen.
Sie sehen die Summe am Ende des Tages,
des Monats, des Jahres
und vergessen die Gebete für Wunder
die geweinten Tränen,
den Menschen hinter der Summe.
Sie sehen nur die hungrigen Taschen im Fell.

Es ist nur eine Summe aus Verzicht und Schmerzen.

Denn jede Ziffer und jede Zahl
ist eine ganze Welt
aus Gedanken und Sehnsüchte und Träume
aus Ideen und Hände und Herz,
aus Liebe und Hoffnung
und Namen.
Ein unerfülltes Nichts – eine Leere.

Und die Angst vor der Angst
denn die Blätter fallen prematur
und die Knospen vor dem Blühen
fallen wie Perlen.
Die Schneeflocke wird zur Träne
und ungesagte Worte schreien laut im Herzen
wenn ungeträumte Träume fallen
und man zählt auf die Liebe
wie auf den Grashalm an den man sich klammert

Pandemiebilanzsumme

©Émilia

Nur so gefühlt

 
Du
hast mich gefragt wie sehr ich dich liebe

und ich zeigte auf den höchsten Berg.

Du sagtest du hättest Höhenangst

eine Anhöhe würde dir reichen.

Ich nahm meine Liebe 

setzte sie in die Tiefe eines Meeres.

Du sagtest du könntest weder schwimmen noch tauchen.

Dann nahm ich die Liebe

setzte sie auf eine Wolke

Du magst keine Gewitter und keine Stürme sagtest du

Dann nahm ich meine Liebe

legte sie in alle Jahreszeiten

auf den höchsten Berg

verstreute sie auf den Meeresgrund,

legte sie auf die steilsten Küsten,

wärmte sie in der Sonne

legte sie in den Schnee

aufs Eis

verwilderte sie 

zähmte sie 

nur um sie dir nicht anzupassen.


©Émilia

Herbstkalt

Blätter fallen bunt.
Liebster gib mir einen Traum
oder ein Lied
damit ich nicht in ein autoumnales Abis falle.


Es regnet Liebster,
ich vermisse dich
und schreibe ein paar Verse für dich
mit roter Tinte
auf weißem Papier.

Es ist herbstkalt Liebster
novemberkalt.
Küsse mich heiss und innig
bringe mir Wärme und Farbe in den Tag.
Ich liebe dich, flüstere ich dir zu
und bin dir näher als gestern

Für noch einen weiteren Tag

Es gibt Tage
da vermisse ich dich so sehr,
bis die Stille in winzige bunte Schmetterlinge zerbarst
bis in die tiefste Unendlichkeit des Himmels
die immer noch deine Sanftheit trägt
die du mir in die Flügel gelegt hast
immer wieder, 
damit ich immer wieder in die Anfänge fliege.


Der Morgentau auf den Frühlingsblumen,
der Morgentau auf der Sommerwiese
die Tauperlen auf den Altweiberfäden im Herbst
der kristalline Raureif im Winter.
Sie alle tragen noch dein Flüstern.

Du umarmst mich
hältst mich fest,
umhüllst mich
füllst mich mit deiner Liebe.

Ein Tautropfen in der hinteren Ecke eines Traumes
zündest du die Sterne an
für noch einen weiteren Tag

Deine Augen

Deine Augen 

sprechen die Sprache der Wildblumen und des Herbstlaubs.

Sie haben sie Sanftmut und Stärke und die Wärme

eines Legerfeuers.

Sie wärmen mich

und ich falle ich langsam, sanft 

während sie vor meinen Augen tanzen, 

wenn das Licht auf sie scheint

in eine Verliebtheit, in eine Liebe.

Sie reflektieren die Flamme, das Licht

während sich meine Sinne 

Herzhunger und Seelendurst entflammen,

um diese Wildblumenaugen zu erforschen, 

die mich ansehen

©Émilia