dein Blick

Es ist etwas das bei mir bleibt
-dein Blick im Augenblick-
in meinen Augen,
auf meinem Gesicht
dein Blick
Er spiegelt sich in meinen Augen
wie ein Schatten.
Verflechten wir
unsere Blicke
unter geschlossenen Augenlidern
damit etwas übrig bleibt
von dir bei mir
von mir bei dir
nach dem Augenblick
der Blick

©Émilia

Guéris-toi

Guéris-toi,
avec la lumière du soleil
et les rayons de la lune.
Avec le son de la rivière et des cascades.
Avec la mer et le battement d’ailes des oiseaux.

Guéris-toi,
avec les feuilles de menthe …
Enduis-toi avec la lavande,
le romarin et la camomille.
Embrasse-toi avec le grain de cacao
et une touche de cannelle.
Mets de l’amour dans ton thé
au lieu du sucre
et prends-le en regardant les étoiles.

Guéris-toi,
avec les baisers
que te donnent le vent et les câlins de la pluie.
Deviens forte avec les pieds nus
sur la terre et avec tout ce qui y naît.
Deviens chaque jour plus maligne
en écoutant ton intuition,
en regardant le monde avec l’oeil de ton front.

Saute, danse, chante pour que tu vives plus heureuse.

Guéris-toi,
avec amour, et souviens-toi toujours…

Es ist bald 1:00 Uhr
in etwa 10 Minuten
ohne dich
ich
ohne mich du

Dein weißes Hemd
lege ich auf mein Gesicht
sehe hinaus in die Nacht,
durch dich
ohne dich
mich.

Leer ist mein Blatt Papier
und deine Teetasse ist leer.
Und leer sind die Herzbügel
wie ein Geigenbogen ohne Musik

Es duftet nach Regen
nach Äpfel
nach dir
nach mir.

Die Wolken regneten
ohne uns
eine Elegie.

Ich suche dich
auf der anderen Bettseite,
in der Herztasche deines Lieblingshemdes,
wo wir gemeinsam
Herz an Herz,
Haut an Haut schliefen
und uns von der Welt versteckten.

Morgen
werde ich eine Decke aus Zeit nähen
um die Leere zuzudecken.

Alles was wir heute nicht getan haben
werden wir nie mehr tun.
Es passt kein Morgen mehr
unter die Zeitdecke

Die Nacht wird dunkel sein und leer
wie der Weg der Füße ohne Schuhe.
Und die Nacht wird weiß sein wie fluglose Engelsflügel
Dunkel sein wie die Augen der Sehnsucht,
tief sein
wie das Heulen hungriger Wölfe nach Leben.

Es ist 1:00
vobei
an Sekunden und Minuten
vorbei an dir
an mir
am Saum einer Wolke,
am Rande eines Traumes.

©Émilia

Beinahe

Beinnahe
hätte ich ein paar Himmelsaugen
an die Wolken genäht,
damit sie Regen weinen können.
Ich habe ein paar schöne Gedanken eingenäht,
für den Sonnenregen.

Beinahe
habe ich zwei ausgefranste Engelsflügel umsäumt,
damit sie wieder fliegen können.
Ich habe ihnen ein Lächeln eingenäht.

Beinahe
habe ich einen Sack
für Träume und Liebe und Sehnsucht genäht.
Noch ist er leer,
aber ich werde ihn langsam füllen.

Das Herzkleid
ist kein Galakleid, aber die Nähte halten es zusammen.
In den Himmelsaugen wird die Leidenschaft nicht brennen,
sondern leuchten.

Beinahe habe mich in die kahlen Zweige
eines Baumes verliebt
und er schenkte mir im Frühling Kirschblüten.
Beinahe hätte ich ihm ein Lächeln geschenkt
und meine Liebe
Beinahe

Mein Blick

Im Morgengrauen,

wenn die Sonne sich nicht sicher ist,

ob sie in das stille Grau der Wolken eintauchen,

oder ihr Gold dem Tag zeigen soll,

sehe ich in den Sonnenaufgang

und mein Blick ist sonnenaufgangfarben,

wenn die Welt, die ich betrachte …

Ich höre dir zuerst mit meinen Augen zu,

dann mit meinem Herzen

und dann mit meinem Ohr,

Ich blicke in die Tiefe deiner Augen,

wenn meine Herz und meine Hände dich berühren

Wie viele Wellen werden an einem Tag geboren

und wie viel Glück haben sie,

Felsen zu umarmen oder Ufer zu küssen?

Mein Blick ist die Antwort

für verbotene Fragen…

Die Wellen sind Noten,

die zusammen die Seelenpartitur bilden,

die Musik des Meeres…

Mein Blick ist ein Lied,

in der Stille des Augenblicks.

Wie sieht der Himmel mit deinen Augen aus? Immer klar?

Mein Blick ist Sehnsucht,

wenn ich auf das Meer in deinen Augen schaue …

©Émilia

Die Sandfrau

Ich heiße Maré. Eigentlich heiße ich Marie, aber wen interessiert es denn so genau? Alle nennen mich Maré (Marie, Marei, Maria, Mareille…..wie marée – französisch Gezeiten) hier ein gängiger Kosename für Marie, Maria und alle anderen Variationen mit dazu.

Wir schreiben das Jahr 2008 und ich bin heute 25 Jahre alt geworden und studiere Medizin. Noch weiß ich nicht welche Fachrichtung ich anstreben soll. Ich habe noch ein Jahr Zeit es herauszufinden. Eventuell werde ich mich für die Chirurgie entscheiden. Sicher bin ich mir jedoch nicht.

Heute bin ich zum Essen verabredet. Ich mache mir gar nichts aus chinesischem Essen, aber ich habe ein paar Kommilitonen eingeladen mit mir zu feiern und hier kann man zum „Studentenpreis“ gut essen und ausgelassen feiern. Und die Glückskekse hier prophezeien immer das Leben haargenau.

Nicht dass ich an so einen Esotherikkram glaube, aber man braucht, oder ich brauche, im Leben irgendwelche Anhaltspunkte, irgendwelche Hoffnungen, wenn man das so sagen kann. Mag sein, dass es albern ist, oder kindisch, aber ich mag die Zettelchen in den Glückskeksen. Die Kekse esse ich fast nie.

Aus Geburtstagen mache ich mir auch nichts. Warum? Ich fühle mich nicht wohl im Mittelpunkt zu stehen. Nicht einmal an meinem Geburtstag. Es ist viel mir zu intim, mich der Heftigkeit meiner Emotionen auszuliefern, meiner eigenen Heftigkeit. Mich meinen Kommilitonen so zu zeigen.

Also kusche ich vor meiner Wildheit. Ich möchte niemandem gefallen.

Männer gefallen sich selbst und Frauen möchten anderen gefallen. Ob ich gezähmt wurde, wie alle Mädchen gezähmt werden ab einem gewissen Alter oder schon ab der École Maternelle, zurückhaltend zu sein. Die Wildheit, das Selbstglück, der Forschertrieb so klein wie möglich zusammenzufalten um nicht aufzufallen? Eigentlich nicht. Ich habe mich der Gesellschaft zumindest äußerlich angepasst, wie man sich der Mode anpasst, um nicht als Eigen zu gelten.

Das Eigentliche…… die wilde Natur, behält man für andere unsichtbar, oder man teilt es mit der……nur ich kenne niemanden, bei dem ich das könnte.

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je t’ai cherchée

Je t’ai cherchée
dans tous les regards,
et dans l’absence des regards,
dans toutes les robes, dans le vent,
dans toutes les eaux qui se sont gardées,
dans le frôlement des mains,
dans les couleurs des couchants,
dans les mêmes violettes,
dans les ombres sous les hêtres,
dans mes moments qui ne servaient à rien,
dans le temps possédé,
dans l’horreur d’être là,
dans l’espoir toujours
que rien n’est sans toi,
dans la terre qui monte
pour le baiser définitif,
dans un tremblement
où ce n’est pas vrai que tu n’y es pas.

Eine Mitteilung für liebe Leser von „Die Sandfrau“

Jedem der schreibt ist es bekannt, dass man den einen oder anderen Abschnitt, oder sogar ein ganzes Kapitel überarbeitet. Manchmal unterlaufen mir Schreibfehler, oder die Formulierung passt mir ganz und gar nicht, oder aber ich muss noch etwas ergänzen. Dann überarbeite ich immer wieder mal Seite für Seite.
Was ich damit sagen möchte: ihr solltet immer wieder mal nachlesen ob sich der eine oder andere Kapitel geändert hat.
Zur Zeit habe ich nur wenig Schreibzeit und oftmals schreibe ich etwas flüchtig auf und es entstehen diese berühmten „Rennfehler“ die ich lange übersehe, bis man mich darauf hinweist.Für die Hinweise bedanke ich mich herzlich
Émilia