Nebel

Wir Menschen sind eigentlich wie Nebel. Wir wissen, dass in unserem Herzen und in unseren Gedanken Gefühle sind. Aber für manche Gefühle gibt es in keinem Wörterbuch und in keiner Sprache ein Wort.
Dann verbergen wir unser Selbst und passen uns den Augen der Gesellschaft an. Wir werden zu dem was andere von uns denken und zu dem wie uns andere haben wollen.

Tagesanbruch

Im verschlafenen Haus heute Morgen,
das Licht des Morgensterns,
das durch das offene Fenster blitzt.
Ein Stern, der übernacht geblieben ist.
Ich ging langsam die Treppe hinunter,
ging in den Garten,
an den Blumen vorbei zu den Bäumen.

In der ruhigen Kühle dieser Morgendämmerung,
im frühmorgendlichen Tau,
die Blumenköpfe noch tiefversunken im Schlaf,
während die Stille
sich in mir
von Kopf bis zu Fuß ausbreitet
sich um mein Herz legt.

Die Laternen vor dem Haus
gehen eine nach der anderen aus
als die Nacht sich langsam zurückzieht
und den unfertig geträumten Traum aus mir heraus reißt
wie ein fehlervolles beschriebenes Blatt.

Zwischen den Blättern in den Baumkronen
haben sich meine Gedanken verloren

Mein Herz ist aus dem Nest gefallen
wie ein nackter flugunfähiger Vogel.

Ich wünschte mir Federn und die Leichtigkeit des Herzens zurück
bedingungslos zu lieben.
In meinem Herzen
die Zärtlichkeit einer jungen Mutter
wurde wach
und ich flog wie ein Blitz zurück
in mein Nest in den Bäumen.

Ich habe Federn und bedingungslose Liebe

©Émilia

Chaos

Ich habe diesen blutroten Apfel zu dir gebracht

und bin in der Mitte meines Traums aufgewacht

Ich habe Chaos erschaffen,

das unser Leben erfasst hat.

Stell dir vor wie erschrocken wir waren,

als wir unsere Liebe zueinander fühlten,

als wir unsere Emotionen verstreut haben

Wir liefen barfuß und mit nackter Seele umher.

Als ich begriff,

dass ich der Liebe Chaos in unser Leben gebracht habe

in unser Herz und in unsere Sinne.

Ich habe diesen blutroten Apfel zu dir gebracht

ohne zu wissen, wie schlimm es sein wird

der Liebe Kern dir zu schenken.

Und nun ich kann nicht mehr zurückgehen,

um meinen Traum zu beenden.

©Émilia

Deine Hand

die den Wind streichelt, um die Sehnsucht sprechen zu lassen.

die Hand die die Seiten berührt, um blind zu lesen.

Deine Hand, die das Kind mit deiner Liebe zudeckt.

Deine Hand, die mich in meinen schwereren Tagen liebkost.

Deine Hand, die, die mein lächelndes Gesicht streichelt,

die, die die Tränen meines Meeres wegwischt.

Deine Hand, die sich auf meine Brust legt,

um das Schlagen meines Herzens zu hören.

Die, die meine Lenden in unseren Genüssen hält.

Deine Hand, die mir die verrücktesten Ziele zeigt.

Deine Hand ist die Verlängerung deiner Liebe, deines Lachens, deiner Glückseligkeit.

Deine Hand ist ein Lächeln

Ja,

wenn du nur einen Augenblick von mir entfernt bist,

vermisse ich deine Hände.

Die, die mir so viel Liebe und Glück geben.

Und wenn ich mich umdrehe … bin ich glücklich,

deine Hand zu halten.

Deine Hand, meine Hand … Unsere Liebe …

Quand l’ombre et la lumière
dessinent sur ton corps,
des montagnes, des forêts
et des îles aux trésors.

Te relire le corps
encore et en corps
Dans l’argile,
écrire sur ta soie
des traces chercheuses,
de zones parlantes
Dans un lit grand ouvert
te séduire le corps
encore et en corps.
Dans l’audace
respirer ton désir.
Les pensées allongées
sur la peau qui s’éclate
Les replis de tendresse
te repeindre le corps
encore et en corps
dans l’abstrait.
Envahir ton espace
les couleurs mouvantes à verser dans l’extase
le trop plein de la nuit
encore et en corps

Herzfarben

Dunkelgraue Regenwolken galoppieren quer über das Himmelblau

Worte donnern, Emotionen blitzen
Wolken hageln Tränenkörner
die auf den Wangen schmerzen.

Wolken werden leer und weiß.
Dazwischen malt das Herz ein Sonnenlächeln ins Himmelblau
und ein Regenbogen aus Tränen näht sich in den Wimpernsaum
wie bunte Liebesperlen.

Das Herz ist lieberot auch im Gewitter

Ich liebe den Sonnenregen in mir

©Émilia