Ich denke, dass es oft die Musik ist, die uns von der Vergangenheit bleibt. Es ist Musik die Erinnerungen zurückruft.

Es geht mir oft so – ich höre ein Lied, oder es ist urplötzlich in meinen Gedanken und Erinnerungen breiten sich aus. So, als ob das Lied den Deckel einer auf dem Dachboden vergessene Truhe hochhebt, und alles was sich in der Kiste befindet bekommt Flügel und fliegt heraus. Alle Sehnsüchte, alle Emotionen, alle Liebe, alle Traurigkeiten entfalten ihre Flügel in allen Farben und deren Nuancen und machen das Herz leicht oder melancholisch…..Ich denke, dass das Leben irgendwie voller Musik ist, die man als Erinnerung in sich trägt.

Ich sehe Menschen vor mir, die mir wichtig waren, ich sehe Szenen aus meinem Leben, die ich unbewusst festgehalten habe.
bei manchen Liedern bekomme ich gut Laune und möchte am liebsten aufspringen und tanzen oder herumhüpfen wie ein Kind.
Vor ein paar Minuten während ich mir einen Espresso machte, lief im Radio

aber kaum habe ich die ersten Takte gehört, war alles aus der Küche wie weggezaubert und ich fühlte mich in jenen Winterabend versetzt, in dem das Lied im Radio lief und ich dich fragte: „kannst du tanzen?“

Du sahst mich erstaunt an und sagtest „Ja eigentlich schon.“

Ich nahm deine Hände und führte dich in die Mitte der Küche.

„Tanzen wir!“ forderten ich dich auf.

„Die Fläche ist zu klein, wir ecken überall an.“ Für dich war das urkomisch.

„Egal!“ Ich wollte tanzen. „Wir schmeißen schon nichts um.“

Die Katze war sehr schnell aus der Küche verschwunden. Wir tanzten und lachten und versuchten nirgens anzuecken.

Das Lied hatte heute ebenso eine magische Wirkung auf mich.

Wenn ich das Lied im Radio zufällig höre, denke ich, ob du auch an uns denkst wenn du dieses Lied hörst.

 

Ich gehe langsam im Regen

Ich gehe langsam im Regen

und denke dich.

Ich sehe die fallenden Regentropfen,

ich fühle die fallenden Regentropfen

wie sie die Liebe verdünnen,

verwaschen, verblassen.

Ich gehe langsam im Regen

und fühle der Himmel wird mehr sein

als eine Regenwolke.

Er wird Feuer sein

und die Liebe wird verbrennen

und Asche sein.

Ich gehe langsam im Regen

und ich sehe die fallenden Regentropfen,

ich sehe das fallende Wasser

wie es die Asche verdünnt, sie wegwäscht

bis zum Nichts

©Émilia

Zwischen Sternen tanzen(Metapher)

Wir tanzen durch die Nacht,

ein mitternachtfarbenes Laken,

– das Universum hat nur für uns,

Sternschnuppen

in den indigofarbenen Nachthimmel gewebt

– um unsere Körper gewickelt.

Das Gewölbe des Himmels

und die Anmut des hellen Mondes

in spiegelte sich in unseren

mit Liebe getränkten Augen.

Deine Hände an meiner Hüfte führen mich,

durch die mitternächtliche Landschaft.

In der Luft tanzen Glühwürmchen,

während wir uns drehen

werden Berührungen in der Ekstase lebendig

Die Nacht riecht nach Liebe.

Das lodernde Geheimnis der Melodie

ist auf unsere Haut geschrieben

umhüllt uns wie ein warmer

Kokon aus zartsamtiger Seide.

Ich fühle dich

und die Symphonie meines Herzens

wird lebendig….

Ich singe

Ich könnte für immer

von deinen Armen gehalten

in diesem Augenblick leben

Unsere Herzschläge vernoten sich miteinander

unsere Finger verflechten sich ineinander

Doch beide wissen es

für immer wird der Tanz nicht dauern

Kein Tanz hat Ewigkeitsgarantie.

Aber wir sind im Jetzt zufrieden

und es das was zählt.

Lass uns die kurzen Momente genießen.

Das Leben lässt uns unsere die Liebe tanzen,

zwischen den Sternen

in einem Sternschnuppenlaken

unter dem Nachthimmel.

Weg des Herzens

Du kennst mein Lied.

Du kennst mein Lied.

Deine Finger schrieben jede einzelne Note

auf meine Haut.

Du maltest den Notenschlüssel auf meine Wirbelsäule

und sangst jede Note meines Herzschlags mit.

Und ich legte mich

als Notenblatt

in deine Arme

und deine Augen spiegelten mein Lied für dich.

Wisse,

dass ich mit jeder Note

einen Fragment meines Herzens singe.

Note für Note

gebe ich dir mein Herz in Fragmente.

Halte sie fest,

küsse sie warm.

Jeden einzelnen Fragment

der sich liebevoll an dich schmiegt.

Wisse,

dass ich mit jedem Fragment

ein bisschen für dich sterbe.

Und deine Arme sie halten mich fest

und dein Herzschlag

vereint sich mit meinem.mit jedem Atemzug.

Wir schreiben unser gemeinsames Lied

in uns

auf uns

mit Liebe

©Émilia

Metapher

Was ist eine Metapher, wenn nicht eine Art Ideenpirouette, auf die die verschiedenen Bildworte bezogen sind? Und was sind all diese Zahlen, die wir benutzen, all diese Mittel, wie Reime, Umkehrungen, Antithesen, wenn sie nicht alle Möglichkeiten der Sprache nutzen, die uns auch von der praktischen Welt lösen, um unser besonderes Universum zu bilden, unser privilegierter Ort für Worttänze

Elemente

‚Erde‘

Wir sind keine Sterne.

Das Universum,

hat uns aus Erde geformt,

in Schlamm geworfen

mit Gewittern und

ausbrechenden Vulkanen beseelt.

Unsere Seelen singen Lieder

und wir erheben uns

durchzogen mit Venenflüssen

und Felsengesichtern,

während der ruhige Mond

mit Liebe auf uns herab sieht.

‚Luft‘

Dein Atem

mischt sich mit meinen

zu einem bittersüßen Seufzer,

du sagst meinen Namen wie ein Gebet.

Wir sind uns einander

Schiffsegel im rauen und im ruhigen Meer.

Wir umarmen uns in einer Brise,

wie zwei einander verlorene wiedergefundene Seelen

und es ist schwer zu sagen

wo ich ende und

du beginnst.

‚Wasser‘

Wir verschmelzen ineinander

zu Regenwasser

unsere Herzen sind Flüsse

und münden in das weite Meer,

und speisen es mit Süsswasser unserer Liebe.

Wir fallen wie wilde Wasserfälle

und tauchen in das tiefe Unbekannte.

Wir schlagen überschwänglich dann rieselnd

singende Wellen die uns tragen wie ein Schiff.

‚Feuer‘

Wir sind wilde Kinder der Liebe

eingekerbt und verbrannt,

wir sind karminrot

in den Wehen wilder Leidenschaft,

wie die Hitze der Sterne

die sanft die Erde wärmen bei Nacht

Unsere Berührungen

entflammen die Sterne

bis sie zerbarsen

im Kosmos.

‚Ether‘

Wir sind Liebesether

und fordern zurück verlassene Träume

und Häuser, die jetzt in Ruinen liegen,

wir setzen uns ab,

weich wie Sternenstaub

auf den Mantel der vergänglichen Zeiten.

Wir sind Erinnerungen.

Licht an vielen

und Dunkelkeit an manchen Tagen.

Aber wir sind immer gefüllt

mit der Hoffnung und Liebe

©Émilia

Offre moi tes bras

Offre moi tes bras,

Enlace moi.
Fais moi rire aux éclats
Mais ne me lâche pas !

Oh

Dance with me

and we will be children together.

Dance with me

and we will laugh till our bellies hurt.

Dance with me

and the sun shines upon us.

Dance and we will be lovers,

you and me.

Lass uns tanzen bis zum süßen Ende.

unter dem sinnlich errötenden Himmel.

Deine Finger berühren meine Haut

und Sterne wirbeln

im flüssigen indigofarbenen Nachthimmel.

Du legst den Mond mit einem Kuss

auf meine Lippen.

Wir beißen ekstatisch ein Stück vom Mond ab,

Im Tanz der Sinnlichkeit 

sind wir fliegende Kometen,

bringst die Welt um uns herum zum Schwingen

sterben kleine Tode

zerfallen zu Sternenstaub.

Lass uns

goldfarbenmit geschlossenen Augen

bis zum süßen Ende tanzen.

©Émilia

Als die Musik eine besondere Wichtigkeit in meinem Leben bekam, schrieb ich die Titel und den Interpreten auf. Ich hörte Musik aus verschiedenen Genre. Überwiegend hörte ich  Rock, Balladen und Folk.
Ich hörte gestern die Musik vergangener Tage. Titel für Titel spielte ich an, oder ganz ab.
Ich hörte aus jedem Wort, aus jedem Vers, die ganze Sehnsucht, die ganze Traurigkeit heraus. Ich fühlte im Refrain nur Sehnsucht, aber nicht das Glück. Und nicht die Liebe die im Lied besungen wurde.
Ich hörte mir das letzte Lied auf der Playliste an und fühlte wie sich die Sehnsucht in Liebe verwandelte. Wort für Wort lauschte ich, Vers für Vers sang ich in Gedanken mit. Ich summte die Melodie zwischen den Versen mit.
Der Refrain sang ich leise mit. jede Wiederholung des Refrains sang immer lauter mit.
Dann drückte cih auf Replay und sang das ganze Lied mit. Ganz laut. So als würde mich niemand hören und sehen tanzte ich.
Ich fühlte so viel Liebe in diesem Lied und drückte immer wieder auf Replay.
Und mein Herz flog aus mir heraus uns sang mit Liebe immer wieder den Refrain.

Ich höre gerne Musik. Ich suche zwischen den Worten nach der Liebe, nach der Traurigkeit in mir. Ich suche mich in jedem Lied

©Émilia

Liebe mich nicht jetzt

Liebe mich nicht jetzt.
Liebe mich erst dann
wenn du den Sonnenaufgang
in meinen Augen entdeckst.

Liebe mich an ruhigen Abenden
wenn unsere Sinne
sich ineinander verflechten
zu sündigen Nächten.

Liebe mich erst dann
wenn die Götter
die Herzen zur Vollständigkeit prüfen,
die Würfel über uns werfen.

Ich werde nur deine Hände lieben
wenn sie mein Ich halten können
an regenreichen Tagen und schlaflosen Nächten.

Ich werde nur deine Augen lieben
wenn ich mich
in deinem Sonnenuntergang entdecke.
In langen sternlosen Nächten.

Liebe mich nicht.
Liebe nur das was du kennst.

Liebe meine Art dich zu lieben