Nebel

Wir Menschen sind eigentlich wie Nebel. Wir wissen, dass in unserem Herzen und in unseren Gedanken Gefühle sind. Aber für manche Gefühle gibt es in keinem Wörterbuch und in keiner Sprache ein Wort.
Dann verbergen wir unser Selbst und passen uns den Augen der Gesellschaft an. Wir werden zu dem was andere von uns denken und zu dem wie uns andere haben wollen.

Poème pour L

Tes yeux sont un poème
Que je ne sais écrire
Sans le dénaturer
Une lyre muette
Dont les notes liquides
En mon âme ont coulé
Et mes yeux, en calice
Ont recueilli tes grâces
Et dans mon cœur donné
Ton eau se mêle au sang
Oui, dans ce face à face
Où nos regards s’emmêlent
Est une communion

Die zerissene Kette

Wie der Zufall es wollte, begegnete sie ihm auf der Straße. Nach einer kurzen Begrüßung mit einem knappen „Hallo“, so wie Fremde sich begrüßen, sagte er zu ihr:

„Ich hoffe du konntest deine Gefühle für mich und deine Gedanken über uns sortieren und du hast deinen Frieden gefunden.“

„Aber ja,“ antwortete sie knapp und ihre Gedanken waren sehr weit weg von ihm. „Ich habe meinen Frieden. Ich habe dich fast vergessen. Ich kann dir wie eine Fremde begegnen.“ Sie sah an ihm vorbei,  beobachtete die Menschen auf der anderen Straßenseite.

„Ich hoffte, dich irgendwann wieder zu sehen.  Ich hoffte immer, ich würde dir dann in die Augen sehen und ich würde lächeln. Ich würde das stolzeste Lächeln für dich auf meinen Gesicht haben. Und ich wünschte mir, du würdest mir in die Augen sehen, mich anlächeln und würdest meine Haare zerwühlen und „Strubbel“ rufen, weil es dir immer Spaß machte meine Haare zu zerstrubbeln. Und ich…… ich werde nie aufhören, dich dafür zu lieben. Ich vermisse deine Finger im meinen Haaren. Ich habe dich all die Zeit vermisst.“ sagte er leise.

Sie sah ihm in die Augen als sie antwortete: „Ich hoffte dich nie wieder zu sehen. Und ich hoffte ich könnte dir irgendwann wie eine Fremde begegnen. Das was von dir übrig blieb ist eine zerissene Goldkette die meine Mama zum Examen geschenkt hat. Ich habe sie immer noch nicht repariert. Zu sehr erinnere mich noch an deine wütenden Hände, die glaubten mich damit erwürgen zu können. Lass mir meinen Frieden, lass mich dich ganz vergessen.“

Sie machte ein paar Schritte zurück, drehte sich um und rannte davon.

Eines Tages brachte sie die Kette zum Juwelier und ließ sie reparieren. Ein Zeichen, sie hat ihn vergessen.

Je t’aime et il n’y a rien qui puisse changer cela

Je t’aime et il n’y a rien qui puisse changer cela. Ni la raison, ni le temps ne pourront m’empêcher de t’aimer. Je peux pas l’expliquer, je le sens juste la, tout au fond de moi, comme une mélodie tapie depuis toujours. Je t’aime. C’est tout. Et c’est aussi simple que ça.

Et il y a des instants comme ça, où je suis traversée par le désir, le besoin, presque viscéral, de t’écrire des lettres d’amour. Il faut que j’extériorise, absolument, ces sentiments que je ne peux pas exprimer de vive voix.

Elemente

‚Erde‘

Wir sind keine Sterne.

Das Universum,

hat uns aus Erde geformt,

in Schlamm geworfen

mit Gewittern und

ausbrechenden Vulkanen beseelt.

Unsere Seelen singen Lieder

und wir erheben uns

durchzogen mit Venenflüssen

und Felsengesichtern,

während der ruhige Mond

mit Liebe auf uns herab sieht.

‚Luft‘

Dein Atem

mischt sich mit meinen

zu einem bittersüßen Seufzer,

du sagst meinen Namen wie ein Gebet.

Wir sind uns einander

Schiffsegel im rauen und im ruhigen Meer.

Wir umarmen uns in einer Brise,

wie zwei einander verlorene wiedergefundene Seelen

und es ist schwer zu sagen

wo ich ende und

du beginnst.

‚Wasser‘

Wir verschmelzen ineinander

zu Regenwasser

unsere Herzen sind Flüsse

und münden in das weite Meer,

und speisen es mit Süsswasser unserer Liebe.

Wir fallen wie wilde Wasserfälle

und tauchen in das tiefe Unbekannte.

Wir schlagen überschwänglich dann rieselnd

singende Wellen die uns tragen wie ein Schiff.

‚Feuer‘

Wir sind wilde Kinder der Liebe

eingekerbt und verbrannt,

wir sind karminrot

in den Wehen wilder Leidenschaft,

wie die Hitze der Sterne

die sanft die Erde wärmen bei Nacht

Unsere Berührungen

entflammen die Sterne

bis sie zerbarsen

im Kosmos.

‚Ether‘

Wir sind Liebesether

und fordern zurück verlassene Träume

und Häuser, die jetzt in Ruinen liegen,

wir setzen uns ab,

weich wie Sternenstaub

auf den Mantel der vergänglichen Zeiten.

Wir sind Erinnerungen.

Licht an vielen

und Dunkelkeit an manchen Tagen.

Aber wir sind immer gefüllt

mit der Hoffnung und Liebe

©Émilia